Die Junge VC 

Die Plattform für Mitglieder unter 30

Die Junge VC startet durch

Flugschüler und junge Pilotinnen und Piloten sind das Fundament der Luftfahrt – und genau hier setzten wir mit der neu gegründete Junge VC an. Als eigene Plattform innerhalb der Vereinigung Cockpit bieten wir unseren jungen Kollegen und Kolleginnen eine Heimat von Anfang an: mit Austausch, Unterstützung und klarer Interessenvertretung. Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen in Ausbildung und Berufseinstieg sichtbar zu machen, Perspektiven zu schaffen und die Nachwuchsgeneration eng zu vernetzen.

Ob Workshops, Meet-ups oder ein eigener Podcast – die Junge VC setzt auf Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und den direkten Draht zur VC. Dabei geht es nicht nur um berufliche Fragen, sondern auch um Zusammenhalt in einer entscheidenden Lebensphase. Denn die jungen Mitglieder sind mehr als nur die Pilotinnen und Piloten von morgen – sie sind schon heute die Stimme und die Zukunft des Berufsstandes.

Die Junge VC: Daniel Kuna, Julien Hirschauer, Oskar Knabe und Sophie Gertz (v.l.n.r.)

Die Junge VC - Die Plattform für Mitglieder unter 30

„Die Zukunft der Luftfahrt sind wir“

Julien Hirschauer (Sprecher) und Oscar Knabe (stellvertretender Sprecher) erklären, warum die Jugendorganisation gegründet wurde, welche Ziele sie verfolgt – und weshalb jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, sich einzubringen.

Julien, Oscar – ihr seid jetzt Sprecher der Jungen VC. Warum brauchte es eigentlich eine eigene Jugendorganisation in der Vereinigung Cockpit?

Julien: Es geht um Zukunft. Flugschüler und junge Berufseinsteiger sind das Fundament, auf dem wir unsere Arbeit bauen. Bisher haben aktive Pilotinnen und Piloten durch ihre Tarifkommisionen einen guten und fast täglichen Draht zu VC. Als Flugschüler fehlte bislang aber die offensichtliche Sichtbarkeit. Das hatte natürliche legitime Gründe. So etwas braucht Manpower, die wir mit der Jungen VC jetzt stemmen.  

Oscar: Genau, und es geht dabei um mehr als nur um Sichtbarkeit. Wir wollen dem Nachwuchs eine echte Heimat in der VC geben, und das von Tag eins der Ausbildung an. Die Flugschulzeit ist intensiv und oft eine große persönliche wie finanzielle Herausforderung. Hier setzen wir an, indem wir eine Gemeinschaft schaffen, die sich gegenseitig unterstützt, lange bevor der erste Tarifvertrag überhaupt ein Thema ist. Wir schaffen den direkten Kanal, um Erfahrungen zu bündeln und dem Fundament, von dem Julien spricht, eine starke, gemeinsame Stimme zu geben.

Was sind konkret eure Ziele mit der Jungen VC?

Oscar: Unser oberstes Ziel ist die Vernetzung und die aktive Förderung unserer jungen Mitglieder. Wir wollen eine Brücke schlagen, die weit über das rein Berufliche hinausgeht. Das leben wir durch gemeinsame Events, Meet-ups, spannende Ausflüge und Besichtigungen – überall dort, wo man sich persönlich austauschen und voneinander lernen kann. Wir planen konkrete Unterstützungsangebote wie Workshops zur Vorbereitung auf Auswahlverfahren und wollen darüber hinaus einfach als Ansprechpartner zur Seite stehen, wenn es persönliche oder generelle Dinge gibt, die Flugschüler bewegen. Es geht uns darum, den Weg ins Cockpit auf allen Ebenen zu begleiten und zu erleichtern. Parallel dazu wollen wir natürlich den Nachwuchs für die Bedeutung gewerkschaftlicher Arbeit sensibilisieren, denn die heutigen Entscheidungen gestalten die Zukunft unseres Berufsstandes.

Julien: Der Beruf des Piloten ist ein Traumberuf. Und genau so sollte er auch von Tag eins an gelebt werden. Leider sind in den letzten Jahren die Kosten für die Flugschulen extrem nach oben geschnellt, wobei die Perspektiven in einem Flugbetrieb unter zu kommen, der es erlaubt, diese Kosten auch zu stemmen, nicht wirklich besser geworden sind. Das bereitet einigen Flugschülern und denen, die es werden wollen, Sorgen; hält sie eventuell sogar ganz davon ab diesen Weg einzuschlagen, obwohl sie vielleicht bestens geeignet wären. Während der Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer sollte man den Kopf frei haben. Da geht es um das Erlernen des späteren Traumberufs und nicht um das Sorgen darum, wie oder wo es danach mit mir weiter geht. Wir sehen uns als Sprachrohr für diejenigen, die mit uns gemeinsam wieder echte Perspektiven schaffen wollen: für ein faires Miteinander. Flugschüler und junge Piloten sind unsere Zukunft, sowohl die der Airlines als auch die der Vereinigung Cockpit. Und da gilt es dies allen Beteiligten wieder bewusst zu machen und Synergien zu schaffen und sie natürlich auch zu nutzen .

Klingt nach viel Arbeit. Wie wollt ihr diese neue Rolle wahrnehmen?

Julien: So ganz ins kalte Wasser wurden wir nicht geworfen. Nachdem im letzten Jahr die Taskforce Junge VC ins Leben gerufen wurde, konnten wir schon mit dem Ziel das ganze in ein offiziell gewähltes Gremium umzuwandeln erste Ideen und Erfahrungen sammeln. Da so etwas wie die jungeVC innerhalb des Verbands brandneu ist, wurde uns vom Vorstand auch ein gewisses Freeplay ermöglicht um das ganze so leicht, innovativ und produktiv wie möglich zu gestalten. Wir konnten also quasi auf einem weißen Blatt Papier mit der Konzeption starten. 

Oscar: Und dieses weiße Blatt füllen wir mit Leben, indem wir auf ein breites Engagement setzen. Die Arbeit verteilt sich ja nicht nur auf uns zwei, sondern auf ein engagiertes Team, in dem jeder seine Stärken einbringt – von der Eventplanung bis zur Kommunikationsarbeit. Wir hören genau hin, was die jungen Mitglieder brauchen und wollen, und setzen das dann unkompliziert um. Diese Dynamik und die uns alle verbindende Leidenschaft für die Fliegerei sind unser Antrieb.

Wie wollt ihr die Junge VC sichtbar machen?

Oscar: Sichtbarkeit entsteht für uns vor allem durch Präsenz und relevante Angebote. Wir gehen aktiv dorthin, wo der Nachwuchs ist: direkt an die Flugschulen, über unsere digitalen Kanäle – wir arbeiten hier beispielsweise gerade an einem eigenen Podcast – und natürlich bei unseren eigenen Events. Wir wollen nicht nur über unsere Arbeit reden, sondern sie erlebbar machen. Wenn Flugschüler merken, dass wir ihnen bei der Vorbereitung auf ein Screening helfen oder bei einem Ausflug wertvolle Kontakte knüpfen können, spricht sich das herum. Wir setzen also auf eine Mischung aus digitaler Kommunikation und authentischen Angeboten, die durch ihren echten Mehrwert für sich selbst sprechen.

Julien: Gerade im Podcast wollen wir die Gelegenheit geben, echte Insights zu erlangen. Aktive Piloten, Flugschüler, Flugschulleiter, Airlinemitarbeiter, VC Mitarbeiter etc. sprechen mit uns über die Zukunft, Perspektiven, aber auch Herausforderungen und vieles mehr. Wir wollen den Draht der Flugschüler und jungen Berufseinsteiger zur VC verbessern und auch als Bindeglied fungieren. Wie genau das en Detail aussehen wird, konzipieren wir noch. Soviel sei jedoch verraten: Präsenz und direkter Austausch sind das A und O. 

Was wünscht ihr euch von den jungen Mitgliedern?

Julien: Das Sprichwort: “Teamwork makes the Dream work” ist hier das Credo. Wir haben uns explizit für sehr offene Strukturen entschieden, die immer Platz für das Einbringen und Mitgestalten der jungenVC bieten. Das ganze funktioniert aber natürlich nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Nur wenn ihr euch einbringt und mitmacht, können wir die Arbeit aktiv in die richtige Richtung lenken um für uns alle in Zukunft den Start in unseren Traumberuf wieder zu dem zu machen, was er einmal war. 

Oscar: Julien hat den entscheidenden Punkt angesprochen: das Miteinander. Mein Wunsch wäre daher: Seid mutig, seid neugierig und bringt euch ein! Das gilt für euch in der Ausbildung genauso wie für euch auf den ersten Stationen als Piloten. Ob es die Hürden während der Flugschule sind oder die Herausforderungen der ersten Berufsjahre – eure Perspektiven sind der wichtigste Kompass für unsere Arbeit. Es geht darum, unseren Traumberuf nicht nur zu ergreifen, sondern ihn von Anfang an aktiv mitzugestalten. Ihr seid die Crew, die das Cockpit von morgen gestaltet.
 

Die Ziele der Jungen VC im Überblick

  1. Vernetzung und Gemeinschaft
    Junge Mitglieder, Flugschüler und Berufseinsteigerinnen sollen frühzeitig ein starkes Netzwerk bekommen, das über rein Berufliches hinausgeht.
  2. Unterstützung in Ausbildung und Berufseinstieg
    Zum Beispiel durch Workshops, Screenings, persönliche Ansprechpartner und praktische Hilfen, die den Weg ins Cockpit erleichtern sollen.
  3. Sichtbarkeit und Stimme für den Nachwuchs
    Flugschüler und junge Pilotinnen sollen eine klare Vertretung und ein Sprachrohr innerhalb der VC erhalten.
  4. Sensibilisierung für Gewerkschaftsarbeit
    Junge Mitglieder sollen verstehen, dass heutige Entscheidungen die Zukunft des Berufs mitgestalten und dass Mitwirkung wichtig ist.
  5. Kommunikation, Mitgestaltung und Partizipation
    Direkter Draht an Flugschulen, über digitale Kanäle (z. B. Podcast) und bei eigenen Events, um Angebote erlebbar und attraktiv zu machen. Offene Strukturen sollen die aktive Beteiligung der jungen Mitglieder ermöglichen, damit die Arbeit gemeinsam in die richtige Richtung gelenkt wird.
     

 

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