Vereinigung Cockpit e.V.:Aktuelles https://www.vcockpit.de/ Aktuelle Nachrichten der Vereinigung Cockpit e.V. de Vereinigung Cockpit e.V.:Aktuelles https://www.vcockpit.de/typo3conf/templates/general_rwd/_common/images/logo_rss.png https://www.vcockpit.de/ 107 30 Aktuelle Nachrichten der Vereinigung Cockpit e.V. TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 01 Mar 2021 09:59:00 +0100 Malta Air (Ryanair Group) und Vereinigung Cockpit fordern Kurzarbeitsleistungen für deutsche Piloten http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/malta-air-ryanair-group-und-vereinigung-cockpit-fordern-kurzarbeitsleistungen-fuer-deutsche-piloten.html <p>Die Vereinigung Cockpit (VC) und Malta Air fordern heute (Montag, 01. März 2021) gemeinsam die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter von Malta Air in Deutschland während der Covid-19-Krise genauso zu behandeln wie ihre Kollegen von anderen Fluggesellschaften. Die... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/malta-air-ryanair-group-und-vereinigung-cockpit-fordern-kurzarbeitsleistungen-fuer-deutsche-piloten.html" class="header-link ">Details</a></p> Die Vereinigung Cockpit (VC) und Malta Air fordern heute (Montag, 01. März 2021) gemeinsam die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter von Malta Air in Deutschland während der Covid-19-Krise genauso zu behandeln wie ihre Kollegen von anderen Fluggesellschaften. Die Agentur möge ihre ursprüngliche Entscheidung gelten lassen, wonach für in Deutschland ansässige Piloten Kurzarbeitergeld zu zahlen ist.

Im Zuge der Covid-19-Krise hat Malta Air mit der Vereinigung Cockpit Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung der Piloten und Vermeidung des Verlustes von Arbeitsplätzen in Deutschland ausgehandelt. Hierzu gehören Maßnahmen wie signifikante vorübergehende Lohnkürzungen und reduzierte Arbeitszeiten, kombiniert mit Ausgleichszahlungen, die auf der Grundlage des SGB III berechnet werden. Die Gewerkschaft und der Arbeitgeber erwarten von der Bundesagentur für Arbeit, dass sie für diese in Deutschland ansässigen Arbeitnehmer, die in Deutschland arbeiten und deutsche Steuern sowie deutsche Sozialversicherungsbeiträge zahlen, Kurzarbeitergeld gewährt.

Die Entscheidung der deutschen Regierung (insbesondere der Agentur für Arbeit Köln), den in Deutschland angestellten Crews von Malta Air das Kurzarbeitergeld vorzuenthalten, schafft unnötigerweise weitere Unsicherheit für die Beschäftigten in einer der am stärksten von der Krise betroffenen Branchen. Während diese Entscheidung Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten vor dem zuständigen Sozialgericht war und ist, ist es das Ziel von Malta Air, die Kurzarbeitsregelungen einschließlich angemessener sozialer Garantien und Kündigungsschutz für ihre Crews mindestens bis zum 31. Dezember 2021 fortzuführen.


Sprecher von Malta Air:

"In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten und Crews bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert. Die Covid-19-Krise hat der Luftfahrtindustrie extrem zugesetzt und obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Arbeitsplatzverluste in Deutschland so gering wie möglich zu halten, benötigen die Piloten und die Crews die Unterstützung ihrer Regierung in Form dieser Leistungen, zumal sie alle deutsche Steuern und Sozialabgaben zahlen.

Malta Air ist einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland mit über 1.000 Piloten und Crew-Mitgliedern an unseren deutschen Basen. Es ist wichtig, dass sich die deutsche Regierung für den Schutz dieser essenziellen Arbeitskräfte einsetzt und die außerordentlichen Herausforderungen berücksichtigt, denen die Luftfahrtindustrie derzeit gegenüber steht. Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit fordern wir sowohl die Kölner Agentur für Arbeit als auch die Bundesregierung auf, diese diskriminierende Nichtgewährung der Unterstützung zu beenden."
 

Janis Schmitt, Sprecher der Vereinigung Cockpit:

"Die Pilotinnen und Piloten der Malta Air zahlen in Deutschland volle Steuern und Sozialabgaben. Deshalb haben sie auch vollen Anspruch auf Kurzarbeitergeld und alle anderen Sozialleistungen. Wir finden es inakzeptabel, wenn die deutsche Agentur für Arbeit diesen Anspruch verweigern könnte. Sowohl Italien, Frankreich, Portugal, Spanien, Großbritannien als auch Belgien haben die Ryanair Group als Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten anerkannt und entsprechende Leistungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit an die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezahlt.

Die VC hat bei Malta Air durch einen VTV (Vergütungs-Tarifvertrag) insbesondere den Schutz durch das deutsche Arbeitsrecht ausgehandelt. Daher ist es sehr enttäuschend zu sehen, dass das Flugpersonal nun von der Regierung eine Behandlung zweiter Klasse erfährt. Der Staat sollte auf der Seite der in Not geratenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen und nicht gegen deren Interessen handeln."

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Janis Schmitt                       Tanja Ehrlich                     Julia Reinert
Vereinigung Cockpit e.V.   Ryanair DAC                     Aviareps Tourism GmbH
+49 69 59 76 102                                                           +49 (0)89 55 25 33 410
presse@vcockpit.de           ehrlicht@ryanair.com    ryanair.de@aviareps.com

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Presse Mon, 01 Mar 2021 09:59:00 +0100
Luftfahrt- und Tourismusverbände fordern EU-weite Koordinierung von Corona-Maßnahmen http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/luftfahrt-und-tourismusverbaende-fordern-eu-weite-koordinierung-von-corona-massnahmen.html <p>Im Vorfeld des außerordentlichen Treffens der Tourismusminister am 1. März fordern 14 europäische Verbände der Luftfahrt- und Tourismusindustrie die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft auf, sich für die Koordinierung aller restriktiven Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 einzusetzen. Die... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/luftfahrt-und-tourismusverbaende-fordern-eu-weite-koordinierung-von-corona-massnahmen.html" class="header-link ">Details</a></p> Im Vorfeld des außerordentlichen Treffens der Tourismusminister am 1. März fordern 14 europäische Verbände der Luftfahrt- und Tourismusindustrie die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft auf, sich für die Koordinierung aller restriktiven Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 einzusetzen. Die Vereinigung Cockpit schließt sich als Mitglied der European Cockpit Association (ECA) sowie der Europeans for fair Competition (E4FC) den Forderungen an.

Die Industrie- und Arbeitnehmerverbände appellieren in einem gemeinsamen offenen Brief (LINK), das Motto der Präsidentschaft, "Time to deliver: a fair, green and digital recovery" ("Zeit zu liefern: Eine faire, grüne und digitale Erholung"), ernst zu nehmen.

Sie skizzieren mehrere Maßnahmen, die die Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs ermöglichen könnten. Kernforderung ist eine europaweite Koordinierung von Reisebeschränkungen, Impfbescheinigungen und Testanforderungen. Damit könnten die negativen Auswirkungen auf Tourismus und Flugverkehr minimiert werden.

Konkret fordern die Verbände eine EU-Harmonisierung in den folgenden Bereichen:

  • Flächendeckender Einsatz von erschwinglichen, zuverlässigen und schnellen Tests, um die derzeitigen Reisebeschränkungen zu lockern
  • Aufhebung der Quarantäneanforderungen für Flugreisende, die bereits negativ getestet wurden
  • Klare und verständliche Informationen über Zeitpunkt und Ausnahmen von COVID-19-Tests
  • Befreiung von geimpften Reisenden von Tests, Quarantänen und anderen Einschränkungen
  • Forderung von Impfungen nicht als Vorbedingung für Reisen, sondern als Hilfe für die Wiederaufnahme von Flugreisen.

"Momentan sind hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr", sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. "Die EU kann hier gegensteuern, aber sie muss jetzt endlich kraftvoll handeln. Ein klares und präzises Paket von koordinierten Maßnahmen in ganz Europa kann das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherstellen und ist die einzige Chance, die kommende Sommersaison zu retten. Wenn die EU künftig die notwendigen Restriktionen umfassend koordiniert und damit so gering wie möglich hält, können wir unsere Branche wiederbeleben."

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Presse Thu, 25 Feb 2021 11:11:02 +0100
Lufthansa verschleiert vollständige Schließung ihrer traditionsreichen Verkehrsfliegerschule in Bremen http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/lufthansa-verschleiert-vollstaendige-schliessung-ihrer-traditionsreichen-verkehrsfliegerschule-in-brem.html <p>Gemeinsame Pressemitteilung des Betriebsrates und der Personalvertretung der Lufthansa Aviation Training Germany (LAT DE) sowie der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und ver.di: <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/lufthansa-verschleiert-vollstaendige-schliessung-ihrer-traditionsreichen-verkehrsfliegerschule-in-brem.html" class="header-link ">Details</a></p> Das Anliegen des Betriebsrates und der Personalvertretung der Lufthansa Aviation Training Germany (LAT DE) Standort Bremen ist eine Richtigstellung der von Lufthansa am 17.02.2021 veröffentlichten Pressemitteilung. In dieser hat das Unternehmen gezielt die vollständige Schließung der traditionsreichen und in der Luftfahrtbranche für ihre hohen Ausbildungsstandards anerkannten Bremer Verkehrsfliegerschule in der Öffentlichkeit verschleiert.

Bewusst nutzt die Lufthansa das Unwissen konzernexterner Personen aus, die nicht über die Hintergründe der firmeninternen Strukturen informiert sind. Die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa AG wurde 1955 gegründet. Der theoretische Teil der Ausbildung findet in Bremen statt, die Praxis in Bremen und Goodyear (Arizona). Seit 2017 firmiert die Pilotenschule unter Lufthansa Aviation Training Germany am Standort Bremen (LAT DE Bremen), an welcher bislang für alle Angestellten, die im Lufthansa Konzern gültigen Tarifverträge gelten. Neben der traditionsreichen Pilotenschule der LAT DE existiert seit 2001 die Lufthansa Aviation Training Pilot Academy (LAT PA) - eine weitere Flugschule, in der die sonst im Lufthansa Konzern gültigen Tarifverträge keine Anwendung finden. Die Angestellten dort arbeiten zu deutlich schlechteren Rahmenbedingungen als die Mitarbeitenden der LAT DE. Diese Schule unterrichtet die Theorie ebenfalls in Bremen, der praktische Teil findet am Flughafen in Rostock-Laage statt.

Die Lufthansa Aviation Training hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 17.02.2021 in einem internen Schreiben informiert, dass die Pilotenschule der LAT DE am Standort Bremen gesamthaft bis Mitte 2022 geschlossen wird. „Die Zusage, dass der Standort Bremen als Theoriekompetenzzentrum für die Pilotenausbildung erhalten bleibt, während die fliegerische Ausbildung komplett nach Rostock-Laage verlagert wird, bedeutet daher trotzdem, dass alle Angestellten der LAT DE, insgesamt über 100 Personen am Standort Bremen, ihren Arbeitsplatz verlieren,“ erklärt die Betriebsratsvorsitzende Monika Kremer.

"Die Lufthansa begeht nicht nur Tarifflucht, sondern handelt im höchsten Maße unethisch", so Peter-Helmut Hahn, Vorsitzender der Personalvertretung der Fluglehrer. "Die Deutsche Lufthansa AG und ihre Konzerntöchter haben während der Coronapandemie eine Staatshilfe in Milliardenhöhe erhalten. Dennoch wurden nicht nur bereits Probezeitkündigungen ausgesprochen und befristete Verträge nicht verlängert, sondern nun sollen zudem Kündigungen für Mitarbeitende ausgesprochen werden, die seit Jahrzehnten bei Lufthansa arbeiten."

Franz Hartmann, ver.Di Gewerkschaftssekretär, ergänzt: "Letztendlich betreibt die Lufthansa Aviation Training mit Ihrem Vorgehen aktiv Tarifflucht und eine Restrukturierung auf Staatskosten. Die erhaltenen Steuergelder werden nicht zum sozialverträglichen Erhalt von Arbeitsplätzen verwendet, sondern vielmehr für eine gewinnbringende Neuausrichtung der Pilotenschule."

Für die Vereinigung Cockpit kritisiert Dr. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik, die Verweigerung der Politik, sich hier ordnend zu Wort zu melden: "Die Bundesregierung zieht sich bei der Lufthansa mit dem Standpunkt aus der Affäre, man mische sich nicht ins Tagesgeschäft ein. Die Lufthansa macht hier aber kein Tagesgeschäft, sondern trifft Grundsatzentscheidungen: Gegen Tradition, Qualität und Tarifbindung. Wenn sich der Bundeswirtschaftsminister hierfür nicht interessiert, kann er auch konsequenterweise die beiden Staatsvertreter aus dem Aufsichtsrat zurückziehen."

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Presse Wed, 24 Feb 2021 10:00:00 +0100
VC lehnt Single Pilot Operations ab http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-lehnt-single-pilot-operations-ab.html <p>Die EASA möchte künftig das Thema "Reduced Crew / Single Pilot Operations" vorantreiben. Verschiedene Medienberichte (z.B. Airways Magazine, Flightglobal) zitieren Behördenchef Patrick Ky entsprechend. Ky hatte demnach vorgeschlagen, dass es bald lockerere Regelungen für die Reiseflugphase geben... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-lehnt-single-pilot-operations-ab.html" class="header-link ">Details</a></p> Die EASA möchte künftig das Thema "Reduced Crew / Single Pilot Operations" vorantreiben. Verschiedene Medienberichte (z.B. Airways Magazine, Flightglobal) zitieren Behördenchef Patrick Ky entsprechend. Ky hatte demnach vorgeschlagen, dass es bald lockerere Regelungen für die Reiseflugphase geben könne. Etwas später könnten dann dem EASA-Chef zufolge weitere Lockerungen folgen, um ganze Flüge mit nur einem Piloten oder einer Pilotin durchzuführen.

"Die Vereinigung Cockpit sieht diese Bestrebungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr kritisch und hat eine eindeutige Position: Die Reduzierung der Cockpitbesatzung auf einen einzelnen Piloten oder eine einzelne Pilotin lehnen wir unabhängig von der Flugphase ab", sagt Björn Reimer, Vorstand Flight Safety der Vereinigung Cockpit (VC). "Mit den aktuellen technischen Möglichkeiten würden Reduced Crew Operations das sehr hohe Sicherheitsniveau in der Verkehrsluftfahrt gefährden. Der Erhalt und die Erhöhung der Flugsicherheit müssen auch künftig Vorrang vor ökonomischen Interessen haben."

Die VC wird der Diskussion um neue Technologien, die auch zu Flügen mit reduzierter Crew führen könnten, zu gegebener Zeit nicht ausweichen. Als Anwalt der Flugsicherheit warnt der Berufsverband zum jetzigen Zeitpunkt allerdings dringend davor, entsprechende Technologien vorschnell zuzulassen.

Jetzt und bis zur Rückkehr zu einem "New Normal" gibt es im gesamten System Luftfahrt unter dem Stichwort "Return to normal Operations" viele flugsicherheitsrelevante Themen, die die Aufsichtsbehörden auch weiterhin mit Priorität behandeln sollten, anstatt eine Debatte um Flüge mit reduzierter Crew zu befeuern.

Details zur möglichen Gefährdung der Flugsicherheit durch Personal-Reduktion

Die Arbeitsbelastung ist für einzelne Piloten in kritischen Situationen signifikant höher als im Zwei-Personen-Cockpit. Es wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein, einen Ausfall des verbleibenden Meschen im Cockpit durch das System zu kompensieren. Deshalb besteht die erhebliche Gefahr, dass das aktuelle Sicherheitsniveau mit Reduced Crew Operations nicht aufrecht erhalten werden kann. Der Verlust der menschlichen Redundanz könnte daher den bisherigen Trend der Erhöhung der Sicherheit durch steigende Automation gefährden.

Auch eine Verlagerung eines Piloten aus dem Cockpit in eine Bodenkontrollstation bewertet die VC als sicherheitskritisch. Momenten ist eine entsprechende Datalink-Infrastruktur technisch in Bezug auf Cybersecurity und Latenz der Datenübertragung für den gewerblichen Luftverkehr nicht realisierbar. Dies würde außerdem die Zusammenarbeit der Piloten erheblich beeinträchtigen, was den Aufbau eines adäquaten Situationsbewusstseins in Frage stellt.

Weitere schwerwiegende Hindernisse für den Flugbetrieb mit nur einem Menschen im Cockpit sind Faktoren wie Ermüdung/Erschöpfung und ein möglicher kompletter Ausfall der Handlungsfähigkeit. Dies könnte mit nur einem Menschen im Cockpit nicht angemessen kompensiert werden. Medizinische und Lizenzierungsbestimmungen sind ebenso ungeklärt.

Weitere Informationen finden Sie auch im VC-Flugsicherheitskonzept SafeSKY 2020 im Kapitel 4.1.1.

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Presse Thu, 18 Feb 2021 13:31:51 +0100
VC verurteilt Ende der praktischen Pilotenausbildung der Lufthansa in Bremen http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-verurteilt-ende-der-praktischen-pilotenausbildung-der-lufthansa-in-bremen.html <p>Zur Ankündigung der Lufthansa, ihre Verkehrsfliegerschule in Bremen auf einen Standort für die reine Theorieausbildung zu reduzieren, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit: "Die Entscheidung der Lufthansa ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bremen.... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-verurteilt-ende-der-praktischen-pilotenausbildung-der-lufthansa-in-bremen.html" class="header-link ">Details</a></p> Zur Ankündigung der Lufthansa, ihre Verkehrsfliegerschule in Bremen auf einen Standort für die reine Theorieausbildung zu reduzieren, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit:

"Die Entscheidung der Lufthansa ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bremen. Wir halten sie für einen schweren Fehler, da der Konzern damit einen ungeheuren Qualitäts- und Kompetenzverlust erleidet, den man nicht mehr einfach wett machen kann. Es ist uns völlig unverständlich, warum man diese - im besten Sinne des Wortes - Kaderschmiede nun so ausbluten lässt.

Die aktuelle Krise ist aber nicht der eigentliche Beweggrund, sondern nur ein Vorwand für das Vorgehen der Lufthansa. Hier wird gerade alles für eine Tarifflucht getan, die unabhängig von der Corona-Krise gegen die Beschäftigten durchgedrückt werden soll. Wir sehen die vom Unternehmen so gern und oft beschworene Tarifpartnerschaft mit Füßen getreten und verurteilen dieses Vorgehen aufs Schärfste.

Es ist eine Konzernstrategie, dass zu jedem Tarifbetrieb eine nicht-tarifierte Plattform in Konkurrenz aufgebaut wird. Das sehen wir nicht nur in der Pilotenausbildung, sondern auch im Projekt Ocean für Passagierflüge und im Frachtbereich, in dem Aerologic neben Lufthansa Cargo operiert."

Frontalangriff auf Tarif-Arbeitsplätze

Lufthansa hatte zuvor angekündigt, ihre Verkehrsfliegerschule in Bremen auf einen Standort für die reine Theorieausbildung zu reduzieren. Die MPL-Ausbildung (Multi-Crew Pilot Licence), die speziell auf die Bedürfnisse der Lufthansa zugeschnitten war, wird beendet. Die Leitung der Flugschule erteilte eine klare Absage an neue Konzepte, die möglich gewesen wären. So hätten beispielsweise Flugzeuge und Simulatoren von Rostock nach Bremen geholt werden können.

Diese Entscheidung stellt einen Frontalangriff auf Tarifarbeitsplätze bei der Lufthansa dar.

Die praktische Ausbildung soll künftig ausschließlich mit der Lizenz ATPL abschließen (Airline Transport Pilot Licence) und am bislang untarifierten Standort Rostock erfolgen. Den aktuellen Flugschülern bringt diese Neuausrichtung nichts. Das neue Konzept ist nur auf künftige Schüler nach 2022 ausgerichtet. Die eingereichten Klagen, mit denen über 100 Flugschüler die Erfüllung ihrer bestehenden Ausbildungsverträge erreichen wollen, bleiben bestehen.

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Presse Wed, 17 Feb 2021 15:46:48 +0100
Luftfahrt-Branche drängt auf Aussetzung des EU-Katar-Luftverkehrsabkommens http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/luftfahrt-branche-draengt-auf-aussetzung-des-eu-katar-luftverkehrsabkommens.html <p>English version below: Aviation sector pushes for putting EU-Qatar Air Transport Agreement on hold <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/luftfahrt-branche-draengt-auf-aussetzung-des-eu-katar-luftverkehrsabkommens.html" class="header-link ">Details</a></p> Eine Aktivierung des EU-Katar-Luftverkehrsabkommens CATA wäre derzeit für Europa sehr schädlich und deshalb unverantwortlich. Im Marktumfeld der Pandemie sprechen sich Unternehmen, Gewerkschaften, Abgeordnete und die Vorsitzende des Transport-Komitees des EU-Parlaments, Karima Delli, für einen Aufschub aus. Die EU-Kommission muss nun auf diese breite Koalition hören und das Abkommen zumindest pausieren.

Hierzu erklärt die VC-Vorständin für Internationales, Maria-Pascaline Murtha: „Der Luftverkehr ist durch Covid-19 vollkommen unverschuldet in die schwerste Krise der Branchengeschichte gestürzt worden. Zu diesem absolut kritischen Zeitpunkt staatlich subventionierten Airlines aus Drittstaaten eine massive Ausweitung des Marktzugangs in Europa zu gewähren wäre unverantwortlich und würde unzählige Jobs in der Europäischen Union gefährden.

Frau Kommissarin Valean, bitte tun Sie das Richtige für unsere europäische Luftverkehrswirtschaft und ihre Beschäftigten und pausieren Sie das CATA-Abkommen!“

Hintergrund

Die EU-Kommission hat im März 2019 mit dem Staat Katar ein umfassendes Luftverkehrsabkommen namens CATA (Comprehensive Air Transport Agreement) geschlossen. Nach Ansicht führender Branchenvertreter würde die Grundidee eines Open-Skies-Abkommens mit Katar aufgrund der Covid-19-Krise derzeit den europäischen Interessen in Wirtschaft und Beschäftigung diametral zuwiderlaufen. Eine Aktivierung ist daher nicht angemessen. Laut Medienberichten (z.B. AIN Online) befindet sich CATA derzeit im Prozess der Finalisierung innerhalb der Kommission, anschließend müsste auch noch der Europäische Rat zustimmen.


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PRESS RELEASE
Vereinigung Cockpit e.V.
German Air Line Pilots' Association
presse@vcockpit.de
 
Frankfurt, February 16, 2021

Aviation sector pushes for putting EU-Qatar Air Transport Agreement on hold

Activating the EU-Qatar Air Transport Agreement CATA at this time would cause severe damage for Europe and would therefore be irresponsible. In the current market environment devastated by the pandemic, companies, trade unions, MEPs and the Chair of the EU Parliament Transport Committee all strongly recommend pausing the process. The EU Commission must now listen to this broad coalition and put the agreement on hold.

The VC board member for international affairs, Maria-Pascaline Murtha, explains: “Air transport has been plunged into its worst crisis in history by Covid-19, through no fault of its own. Granting state-subsidized airlines from third countries massively expanded market access in Europe at this absolutely critical time would be irresponsible and put countless jobs in the European Union in danger.

Commissioner Valean, please do the right thing for our European aviation industry and its employees and pause the CATA agreement!”

Background

The EU Commission concluded a comprehensive air transport agreement called CATA with the State of Qatar in March 2019. According to leading industry representatives, the basic idea of an open skies agreement with Qatar would currently be diametrically opposed to European business and employment interests due to the Covid-19 crisis. Activation of CATA is therefore not appropriate.
According to media reports (e.g. AIN Online), CATA is currently in the process of finalization within the Commission, after which the European Council would also have to approve it.

Press Contact:

Janis Schmitt, Board Member and Spokesperson, Tel. 0176 / 16 959 001,
VC press office, Tel. 069 / 69 59 76 102

VC is the German Airline Pilots‘ Association. The fundamental objectives of the VC are contributing to the welfare and safety of civil aviation as well as ensuring and pursuing the interests of its 9,600 members regarding technical affairs and industrial affairs.
 
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Presse Tue, 16 Feb 2021 11:08:41 +0100
Flugschüler reichen Klage gegen Lufthansa Aviation Training ein http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/flugschueler-reichen-klage-gegen-lufthansa-aviation-training-ein.html <p>Über 100 Flugschülerinnen und Flugschüler der Bremer Verkehrsfliegerschule klagen gegen Lufthansa Aviation Training (LAT) auf Erfüllung der geschlossenen Ausbildungsverträge, um ihre Schulungen fortsetzen und abschließen zu können. Beim Arbeitsgericht Frankfurt wurden dafür nun die entsprechenden... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/flugschueler-reichen-klage-gegen-lufthansa-aviation-training-ein.html" class="header-link ">Details</a></p> Über 100 Flugschülerinnen und Flugschüler der Bremer Verkehrsfliegerschule klagen gegen Lufthansa Aviation Training (LAT) auf Erfüllung der geschlossenen Ausbildungsverträge, um ihre Schulungen fortsetzen und abschließen zu können. Beim Arbeitsgericht Frankfurt wurden dafür nun die entsprechenden Klagen eingereicht. Die LAT will für einen Großteil der Flugschülerinnen und Flugschüler die Ausbildung an externe Schulen auslagern. Sie begründet ihre Pläne mit dem aufgrund der Corona-Krise mangelnden Pilotenbedarf der Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns.  

Nach Kenntnis der Vereinigung Cockpit (VC) hat bislang kein Flugschüler und keine Flugschülerin im Ausbildungsgang zur MPL-Lizenz, die für das Fliegen im Cockpit bei Lufthansa Passage qualifiziert, das "Auslagerungsangebot" der LAT angenommen. Die jungen Leute wollen sich eine einseitige Änderung ihrer Ausbildungsverträge nicht aufzwingen lassen. Ihnen entstünde bei der Auslagerung an externe Flugschulen der Nachteil, dass sie nicht länger die Kriterien für direkte Einstellbarkeit bei Lufthansa erfüllen würden und deshalb ein erneutes Auswahlverfahren mit hohen Durchfallquoten durchlaufen müssten. Diese direkte Einstellbarkeit bei Lufthansa war stets ein elementarer Bestandteil bei der Rekrutierung von neuen Flugschülerinnen und Flugschülern. Für einen Großteil von ihnen war sie von entscheidender Bedeutung, sich für die teure und anspruchsvolle Ausbildung bei Lufthansa zu entscheiden. Aus diesem Grund hat ihre Schulung vertragsgemäß auch an der Pilotenschule der Lufthansa in Bremen zu erfolgen.

Momentan will die LAT nur diejenigen Flugschülerinnen und Flugschüler weiter schulen, die bereits ihre Ausbildungsphase in Phoenix (USA) erfolgreich absolviert haben. Von diesen fordert das Unternehmen nun aber bis zu €35.000 nach. Dies war bislang nicht der Fall und stellt nach Ansicht der VC eine erhebliche Abweichung und deutliche Verschlechterung des einst beworbenen Schulungsangebots dar.

"Es ist extrem befremdlich, wie die Lufthansa die Zukunftsperspektive Hunderter junger Menschen völlig unnötig in Frage stellt. Das Vorgehen des Konzernvorstandes im Hinblick auf die Flugschule, die Fluglehrerkollegen und den Umgang mit den Flugschülern verurteilen wir aufs Schärfste", sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. "Wir fordern die vertragskonforme Fertigschulung der Flugschülerinnen und Flugschüler sowie den Fortbestand der Bremer Flugschule."

Zusätzlich bekräftigt sich der Verdacht der Tarifflucht, denn aktuell werden weite Teile der zivil-militärischen Kooperation mit der Bundeswehr, die in Bremen unter anderem Transportpiloten schulen lässt, an den untarifierten Standort Rostock-Laage ausgelagert. Die Tatsache, dass die LAT-Geschäftsführung die über Jahrzehnte bestehende Kooperation mit der Bundeswehr, die stets von großer Zuverlässigkeit geprägt war, in Bremen beendet, wird sowohl den Luftfahrtstandort Bremen als auch die Verkehrsfliegerschule selbst in eine tiefe Existenzkrise stürzen. Ziel dieser Aktion ist es, die tarifierten Bremer Arbeitsplätze durch die untarifierten Arbeitsplätze an der Lufthansa Pilot Academy am Standort Rostock-Laage zu ersetzen.

"Dass sich das Verteidigungsministerium für tarifpolitische Machtverschiebungen andient und somit mit Steuermitteln Tarifflucht begangen werden kann, ist auf das Schärfste zu kritisieren", so Dr. Marcel Gröls, Leiter Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit. Dass bislang auch die Pilotinnen und Piloten der Flugbereitschaft der Bundesregierung in Bremen ausgebildet wurden, spricht für das hohe Niveau der Ausbildung und für das hochqualifizierte Personal der traditionsreichen Flugschule in Bremen. "Nun geht es dem staatlich gestützten Lufthansa-Konzern mit seinen Verlagerungsplänen offensichtlich primär darum, sich gut tarifierter Arbeitsplätze zu entledigen und der Bremer Verkehrsfliegerschule in der Corona-Krise die Existenzgrundlage zu entziehen", so Gröls.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick in die Niederlande: Die KLM Flight Academy bildet ihre Schülerinnen und Schülern weiterhin bis zum Abschluss aus. Aber durch die Luftfahrtkrise hat die Airline derzeit natürlich auch keine vakanten Cockpitarbeitsplätze. Deshalb bietet die KLM Flight Academy ihren Kadetten ein Programm an, das sie in der momentan unvermeidbaren Wartezeit bis zum Wiedereinstieg fliegerisch fit hält.

Damit zeigt der Lufthansa-Konkurrent den Weitblick, den auch die deutsche Airline bräuchte, um sich nach der Krise wieder erfolgreich am Markt behaupten zu können. Derzeit reduziert sich der Lufthansa-Personalkörper durch Freiwilligenprogramme und Rentenabgänge überproportional. Die Krise wird aber irgendwann ein Ende haben und dann wird wieder hochqualifiziertes Cockpitpersonal gebraucht. Es wäre für die Lufthansa hochriskant, auf den eigenen Nachwuchs zu verzichten. Man könnte stattdessen die Flugschüler zu Ende ausbilden und zu einem späteren Zeitpunkt auf diese hochqualifizierten Pilotinnen und Piloten zurückgreifen. Mit dem jetzigen Vorgehen wäre dagegen ein Personalengpass vorprogrammiert.

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Janis Schmitt, Vorstand Presse und Öffentlichkeitsarbeit, 0176 16959001
VC-Pressestelle, Tel. 069 / 69 59 76 102
 
Die Vereinigung Cockpit ist der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland. Er vertritt die berufs- und tarifpolitischen Interessen von derzeit rund 9.600 Mitgliedern bei sämtlichen deutschen Airlines und sieht darüber hinaus seine Aufgabe in der Erhöhung der Flugsicherheit in Deutschland.
 
V. i. S. d. P.: Vereinigung Cockpit, Unterschweinstiege 10, 60549 Frankfurt, Tel.: 069 / 69 59 76 - 0, Fax: 069 / 69 59 76 - 150; office@vcockpit.de, www.VCockpit.de

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Presse Tue, 26 Jan 2021 12:41:26 +0100
VC einigt sich mit TUIfly auf Mediation http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-einigt-sich-mit-tuifly-auf-mediation.html <p>Im Konflikt mit TUIfly hat sich die Vereinigung Cockpit (VC) mit dem Arbeitgeber auf eine Mediation verständigt. Das Verfahren wird nun zügig vorbereitet und im Februar durchgeführt. In den vergangenen Monaten hatte die VC immer wieder die Bereitschaft zu tiefgreifenden Einschnitten im Gegenzug für... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/vc-einigt-sich-mit-tuifly-auf-mediation.html" class="header-link ">Details</a></p> Im Konflikt mit TUIfly hat sich die Vereinigung Cockpit (VC) mit dem Arbeitgeber auf eine Mediation verständigt. Das Verfahren wird nun zügig vorbereitet und im Februar durchgeführt. In den vergangenen Monaten hatte die VC immer wieder die Bereitschaft zu tiefgreifenden Einschnitten im Gegenzug für einen umfassenden Kündigungsschutz bekräftigt. Zuletzt lag ein Krisenbeitrag im Volumen von 200 Millionen Euro auf dem Tisch.

"Es ist gut, dass der Stillstand endlich beendet ist und wir wieder an einer Lösung arbeiten können", sagt Dr. Marcel Gröls, im Vorstand der VC zuständig für Tarifpolitik. "Wir sehen konstruktiven Gesprächen entgegen und sind zuversichtlich, dass das Management ein ebenso hohes Interesse an einer Einigung hat wie wir."

Die Unternehmenspläne sahen zuletzt vor, Flotte und Arbeitsplätze bei TUIfly massiv zu reduzieren. In den Cockpits sind etwa 50 % der Belegschaft und damit bis zu 270 Pilotinnen und Piloten von Kündigungen bedroht.


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Presse Tue, 26 Jan 2021 09:51:03 +0100
Arbeitgeber lehnt Schlichtung für TUIfly ab – Vereinigung Cockpit fordert Einschreiten der Politik http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/arbeitgeber-lehnt-schlichtung-fuer-tuifly-ab-vereinigung-cockpit-fordert-einschreiten-der-politik.html <p>Der Touristikkonzern TUI lehnt eine Schlichtung im Konflikt über ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung in den Cockpits seiner deutschen Airline-Tochter TUIfly ab. Die Vereinigung Cockpit (VC) kritisiert diese Weigerung und fordert zugleich von der Politik, auf die Unternehmensführung... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/arbeitgeber-lehnt-schlichtung-fuer-tuifly-ab-vereinigung-cockpit-fordert-einschreiten-der-politik.html" class="header-link ">Details</a></p> Der Touristikkonzern TUI lehnt eine Schlichtung im Konflikt über ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung in den Cockpits seiner deutschen Airline-Tochter TUIfly ab. Die Vereinigung Cockpit (VC) kritisiert diese Weigerung und fordert zugleich von der Politik, auf die Unternehmensführung einzuwirken, um eine Schlichtung zu ermöglichen.
 
Die Verhandlungen über Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise sind nach monatelangen erfolglosen Gesprächen festgefahren. Um die beiden Ziele Liquiditätssicherung für die TUI und Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten in einer Krisenvereinbarung zu erreichen, hatte die VC zuletzt eine Schlichtung gefordert.
 
"Dass TUI unseren Vorschlag für eine Schlichtung so schnell vom Tisch fegt, ist in der derzeitigen Situation unklug und zeugt von der tief verwurzelten Verweigerungshaltung des Arbeitgebers", sagt Dr. Marcel Gröls, im Vorstand der VC für Tarifpolitik zuständig.
 
"Wir sind davon überzeugt, eine konstruktive Lösung finden zu können. Sollte der Staat sich in erheblichem Maße an TUI beteiligen, wie zuletzt in Medienberichten diskutiert wurde, muss sich die Politik ihrer Verantwortung für deutsche Arbeitsplätze bewusst werden und eine Schlichtung unterstützen. TUI möchte mit deutschen Steuergeldern eine Restrukturierung fahren, bei der in Deutschland Arbeitsplätze ab- und im Ausland aufgebaut werden. Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmeier werden in ihrer Krisenkompetenz natürlich auch daran gemessen werden, ob es gelungen ist, solche Eskapaden zu unterbinden.“
 
Die Pläne von TUI sahen zuletzt vor, Flotte und Arbeitsplätze bei der deutschen Airline-Tochter TUIfly massiv zu reduzieren. In den Cockpits sind etwa 50 % der Belegschaft und damit bis zu 270 Pilotinnen und Piloten von Kündigungen bedroht. Gleichzeitig sollte bei konzerneigenen Fluggesellschaften im Ausland deutlich weniger gestrichen und teilweise sogar Arbeitsplätze aufgebaut werden. So würde der deutsche Steuerzahler einen Arbeitsplatzabbau im Inland finanzieren, um anschließend auch noch über die Sozialversicherungen doppelt belastet zu werden. Eine Intervention seitens der Politik ist daher dringend geboten.
 
„Wir hoffen sehr, dass TUI jetzt endlich gesprächsbereit ist und einer Vermittlung durch einen Schlichter zustimmt. Sollte das Unternehmen das verweigern, stehen die Beschäftigten mit dem Rücken zur Wand. Dann bleibt uns als Ultima Ratio leider nur der Weg über einen tariflichen Sozialplan. Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen um der Konzernleitung klar zu machen, dass eine Kündigungswelle die teuerste aller Möglichkeiten ist“, so Gröls.


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Die Vereinigung Cockpit ist der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland. Er vertritt die berufs- und tarifpolitischen Interessen von derzeit rund 9.600 Mitgliedern bei sämtlichen deutschen Airlines und sieht darüber hinaus seine Aufgabe in der Erhöhung der Flugsicherheit in Deutschland.
 
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Presse Wed, 06 Jan 2021 14:51:00 +0100
Gespräche festgefahren – Piloten bieten 200 Millionen Euro und fordern Schlichtung bei TUI http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/gespraeche-festgefahren-piloten-bieten-200-millionen-euro-und-fordern-schlichtung-bei-tui.html <p>Die Vereinigung Cockpit fordert eine Schlichtung in den Krisenverhandlungen mit TUI. Nach monatelangen erfolglosen Gesprächen, um einerseits die Liquidität des Unternehmens zu stützen und andererseits Arbeitsplätze in den Cockpits zu schützen, ist nun ein neuer Ansatz nötig. "Die Zeit drängt - das... <a href="http://www.vcockpit.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news/gespraeche-festgefahren-piloten-bieten-200-millionen-euro-und-fordern-schlichtung-bei-tui.html" class="header-link ">Details</a></p> Die Vereinigung Cockpit fordert eine Schlichtung in den Krisenverhandlungen mit TUI. Nach monatelangen erfolglosen Gesprächen, um einerseits die Liquidität des Unternehmens zu stützen und andererseits Arbeitsplätze in den Cockpits zu schützen, ist nun ein neuer Ansatz nötig.

"Die Zeit drängt - das Unternehmen benötigt Liquidität und die Pilotinnen und Piloten sind zu einem Krisenbeitrag im Volumen von 200 Millionen Euro bereit. Für diese erheblichen Zugeständnisse erwarten wir im Gegenzug nachhaltigen Kündigungsschutz. Wir haben es bei der Lufthansa vorgemacht - dasselbe ist mit Sicherheit auch bei der TUIFly möglich", so Marcel Gröls, der im Vorstand der Vereinigung Cockpit für Tarifpolitik zuständig ist.

Schlichtungen werden in Tarifkonflikten immer wieder bemüht, um festgefahrene Verhandlungen zu lösen. In der gegenwärtigen Situation, in der es um Arbeitsplatzschutz für die Beschäftigten geht, erwartet die VC, dass der TUI-Konzern sich dem Vorschlag nicht versperrt. "Rechnerisch wurden dem Konzern pro deutschem Arbeitsplatz 430.000 Euro an staatlichen Geldern bereit gestellt. Da ist es nur Recht und billig, Kündigungen nach Möglichkeit zu vermeiden, auch wenn schlimmstenfalls Arbeitsplätze reduziert werden müssen. Zumal bei anderen europäischen TUI-Gesellschaften im Verhältnis deutlich weniger Arbeitsplätze wegfallen", so Gröls weiter.

Die Vereinigung Cockpit hatte in den zahlreichen Verhandlungsrunden der vergangenen Monate immer wieder die Bereitschaft zu tiefgreifenden und sehr schmerzhaften Einschnitten im Gegenzug für einen umfassenden Kündigungsschutz bekräftigt. Damit war die Tarifkommission jedoch auf taube Ohren beim Arbeitgeber gestoßen. Als bewährtes und geeignetes Mittel ist eine Schlichtung zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen und einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu erreichen.


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Presse Mon, 04 Jan 2021 15:11:57 +0100