EU Transport Minister diskutieren über Flugsicherheit

Auf der heutigen EU Konferenz der Verkehrsminister will der dänische EU Präsident das Augenmerk auf Sicherheitsrisiken im Luftverkehr lenken, die aufgrund der Ermüdung von Piloten auftreten. Dem Präsidentschaftsprogramm ist zu entnehmen, dass „Regelungen zu Flugdienstzeiten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren müssen“. Der dänische Verkehrsminister berichtet, dass „Ermüdung der Piloten ein wichtiges Thema ist und die jährlich zunehmende Zahl an Passagierflügen eine Herausforderung an die neu zu regelnden Flugdienstzeiten stellt“.

Die Vereinigung Cockpit begrüßt die Initiative des EU Präsidenten und appelliert an die Minister die Sicherheit der Passagiere im Luftverkehr auch bei der gesetzlichen Regelung zu den Flugdienstzeiten an oberste Stelle zu setzen.

„Die Minister dürfen sich im Interesse der Passagiere nicht erlauben, die Sicherheitsrisiken die mit ermüdeten Piloten schon heute einhergehen, zu negieren.“ sagt  Jörg Handwerg, Pilot und Vorstand Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung Cockpit. „Die Minister werden die neuen EU Regeln unterschreiben und damit auch die Verantwortung tragen wenn die gefährliche Übermüdung der Piloten zu Flugunfällen beiträgt.“

Die letzte von der European Aviation Safety Agency (EASA) veröffentlichte Empfehlung für die zukünftigen Flugdienstzeitregelungen missachtet in weiten Teilen wissenschaftliche Erkenntnisse und stellt die finanziellen Interessen der Fluggesellschaften über die Sicherheit der Flugpassagiere. Beispielsweise empfehlen die von der EASA selbst befragten Wissenschaftler einhellig die Dienstzeit auf Nachtflügen auf zehn Stunden zu begrenzen, trotzdem schlägt die EASA elf Stunden vor. Auch hält die EASA es für sicher, wenn Piloten, nachdem sie bereits 21 Sunden wach waren noch ein Flugzeug landen. „Ich glaube, dass die Passagiere von ihren Ministern erwarten, dass mehr für ihre Sicherheit unternommen wird.“ sagt Handwerg.

Die Vereinigung Cockpit startete im Januar 2012 eine Kampagne um auch die Passagiere auf die sicherheitsbedrohenden Vorgänge aufmerksam zu machen. Unter www.flugdienstzeiten.de kann jeder Bürger sich informieren und die Aktion mit seiner Stimme unterstützen.

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