Fehlendes Personal im Luftverkehr: Mangelnde Sozialpartnerschaft rächt sich bei Rückkehr zum Normalbetrieb

Während sich die Nachfrage im Luftverkehr nach der Coronakrise stabilisiert und gut entwickelt, offenbart sich immer stärker die verfehlte Personalpolitik in weiten Teilen der Branche. Die Luftfahrt steuert auf einen verkehrsreichen Sommer zu. In den Cockpits und den meisten anderen Bereichen herrscht wegen der forcierten Programme zum Stellenabbau akuter Personalmangel. Durch diese Fehlplanungen werden massive Flugausfälle provoziert, die den Unternehmen und deren Anteilseignern Schäden in Millionenhöhe zufügen werden. Insgesamt ist die Stabilität des Luftverkehrs in Deutschland und Europa gefährdet. Passagiere müssen sich für den Sommer auf lange Wartezeiten und Flugausfälle gefasst machen.

"Dass der radikale Stellenabbau in vielen Bereichen der Luftfahrt sich bei der Erholung negativ auswirken würde, war seit langem klar", sagt VC-Präsident Stefan Herth. "Jetzt zeigt sich, dass eine vorausschauende Personalpolitik und eine starke Sozialpartnerschaft nicht nur den Arbeitnehmern helfen, sondern dass auch die Unternehmen selbst direkt profitieren."

Herth kritisiert hierbei auch den Einsatz von Kurzarbeitergeld mit gleichzeitigem Stellenabbau und Kündigungsdrohungen: "Das Ziel der Politik ist immer, mit dem Kurzarbeitergeld Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen zu halten.

Die Messlatte für die Unternehmen, die in der Krise vom Staat unterstützt wurden, lag anscheinend an einigen Stellen zu tief. Wenn gleichzeitig mit Kündigungen gedroht wird, bietet auch die staatliche Unterstützung keine ausreichende Perspektive für das Personal, ihren Arbeitgebern treu zu bleiben.

In der jetzigen Situation darf sich die Politik nicht wegducken und sollte die Sozialpartner an den Tisch holen, um zu klären, wie das System Luftverkehr wieder stabilisiert werden kann."


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