Gefährdet Vulkanasche den Flugverkehr?

Jörg Handwerg (42), Pressesprecher der Vereinigung Cockpit (VC) und selbst Flugkapitän sieht die Sperrung des Luftraums aufgrund des Vulkanausbruchs in Island als gerechtfertigt an. Handwerg erklärt hierzu:

"Vulkanasche wirkt sich in mehrerer Hinsicht negativ auf das Flugzeug aus und stellt eine akute Bedrohung für den Flug dar, weshalb der Einflug in Vulkanasche unbedingt vermieden werden muss. Ein Beispiel für die Auswirkungen ist der „Sandstrahleffekt“. Das heißt beim Auftreffen von festen Bestandteilen der Aschewolke auf das Flugzeug wird dieses wie beim Sandstrahlen angeschliffen, was dazu führen kann, dass die Cockpitscheiben erblinden. Die freie Sicht ist jedoch zu einer sicheren Landung notwendig. Ein weiterer Effekt ist, dass Asche sich im Triebwerk absetzen und dort festbrennen kann, ähnlich einer Glasur. Dadurch verändert sich die Strömung, was zum Erlischen des Triebwerkes führen kann. Als dritter wesentlicher Effekt ist das Verstopfen von Messöffnungen am Flugzeug zu sehen, vornehmlich seien hier die sogenannten Pitotröhren genannt, die die notwendigen Messungen des Luft- und Staudruckes vornehmen um die Höhe und Geschwindigkeit zu messen.“

Weiterführende Informationen der ALPA International zum Thema Vulkanasche: http://www.alpa.org/Portals/Alpa/VolcanicAsh/VolcanicAsh.htm

 

Für Rückfragen:
Jörg Handwerg, VC-Pressesprecher, Tel. 0176 / 16 959 000 

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