Petition der Beschäftigten im Luftverkehr: Staatshilfen nur gegen Arbeitsplatzsicherheit

Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit den Gewerkschaften des Luftverkehrs appellieren die Beschäftigten der Branche an die Bundesregierung: Staatliche Unterstützung für Luftverkehrsunternehmen darf es nur gegen Beschäftigungsgarantien geben. Angesichts von Hilfen in Milliardenhöhe muss die Sicherung der Arbeitsplätze in der Branche garantiert werden.  Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit: "Damit das System auch nach der Krise noch funktioniert, brauchen wir Arbeitsplatzsicherheit. Beschäftigte und Unternehmen im Luftverkehr müssen deshalb gleichermaßen geschützt werden.  Wir appellieren an die Bundesregierung, dass transparentes Handeln und Beschäftigungssicherung die Grundpfeiler für die Verteilung von Steuergeldern sein müssen. Milliardenhilfen darf es nur gegen Arbeitsplatzsicherheit geben.”   Gemeinsam mit Verdi unterstützt die Vereinigung Cockpit das Begehren der Beschäftigten im Luftverkehr.

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Staatshilfen: von Allen für Alle - Jobs und Einkommen im Luftverkehr
schützen!
Appell der Beschäftigten des Luftverkehrs -  für den Erhalt aller Arbeitsplätze und Einkommen angesichts staatlicher Milliardenhilfe.
Sehr geehrte Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Damen und Herren des Kabinetts,
Die Luftverkehrsbranche liegt derzeit am Boden. Hunderttausende von Beschäftigten sind in Kurzarbeit oder stehen unmittelbar davor. Den Fluggesellschaften, Flughäfen und Dienstleistern geht das Geld aus. Niemand weiß, wie sich das Passagieraufkommen, die Airline-Strukturen und die Flughäfen nach der Krise entwickeln werden. Allen Beteiligten unserer Branche ist jedoch klar: Der ganze Luftverkehr wird sich in den nächsten Wochen und Monaten radikal verändern.
Ein reibungsloser Neustart der Branche, unter veränderten Bedingungen, kann nur gelingen, wenn die Infrastruktur des Luftverkehrs erhalten bleibt. Zur Sicherstellung der Infrastruktur müssen die Unternehmen nicht nur vor Insolvenzen geschützt werden, sondern auch wir, die Beschäftigten, müssen als das Rückgrat der Industrie vor Arbeitsplatzverlust geschützt werden.  
Ohne Unterstützung wird die Branche es nicht schaffen. Wenn der Luftfahrtstandort Deutschland eine nachhaltig gesicherte Zukunft haben soll, benötigt der Luftverkehr jetzt staatliche Hilfen. Die ersten Luftverkehrsunternehmen bekommen Offerten für staatliche Milliardendarlehen. Neben dem Kurzarbeitergeld stehen Forderungen für Staatshilfen in Form von Darlehen bis zu einer direkten Staatsbeteiligung von Airlines im Raum. Auch die Flughafenbetreiber und Dienstleister fordern ihre Anteilseigner, Bund, Länder und Kommunen zu Finanzhilfen auf.  
Wir begrüßen jede Form der Hilfe. Wir haben verstanden, dass die Bundesregierung Arbeitsplätze retten will. Die stete und nachhaltige Sicherung des Luftverkehrs hat für uns oberste Priorität. Diese Sicherung gibt es nur durch und mit uns. Denn WIR sind der Motor des Luftverkehrs. Schon jetzt sind viele von uns von hohen Einkommensverlusten betroffen und wissen nicht, wie sie ihre Miete zahlen sollen. Hinzu kommen Existenzängste, weil niemand weiß, ob wir nach Corona unseren Beruf noch ausüben werden.  
Deshalb: Bei staatlichen Hilfe für den Luftverkehr erwarten wir die Sicherung der Arbeitsplätze und Einkommen. Staatshilfe ist: Wenn’s alle schützt. Als gewählte/r Vertreter/in der Bürger/innen verwalten Sie unsere Steuergelder. Wir appellieren an ihre Verantwortung. - Der Steuerzahler hat ein Recht zu wissen, wie und wofür seine Gelder verwendet werden. Transparentes Handeln und Beschäftigungssicherung müssen hier die Grundpfeiler des Verteilens sein  
Wir zählen auf Sie!
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Für Rückfragen:
Janis Schmitt, Vorstand Presse und Öffentlichkeitsarbeit, 0176 16959001; VC-Pressestelle, Tel. 069 / 69 59 76 102
 
Die Vereinigung Cockpit ist der Berufsverband des Cockpitpersonals in Deutschland. Er vertritt die berufs- und tarifpolitischen Interessen von derzeit rund 9.600 Mitgliedern bei sämtlichen deutschen Airlines und sieht darüber hinaus seine Aufgabe in der Erhöhung der Flugsicherheit in Deutschland.
 
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