TUIfly-Aufsichtsrat begeht schweren Fehler mit Flottenreduzierung und Arbeitsplatzabbau

Die Vereinigung Cockpit verurteilt die Entscheidung des TUIfly-Aufsichtsrates aufs Schärfste, der vom Vorstand beschlossene Reduzierung der Flotte auf 17 Flugzeuge und der damit verbundenen geplanten Streichung von hunderten Jobs zuzustimmen. Das Unternehmen bricht durch diese Entscheidung den gesellschaftlichen Konsens, dass Staatshilfen zur Sicherung und nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen verwendet werden.

VC-Präsident Markus Wahl zu den Beschlüssen: "Wir sind entsetzt über die nun beschlossene Reduzierung von Flotte und Jobs bei TUIfly und halten sie für einen schweren Fehler. Es ist der falsche Weg und zutiefst verwerflich, dass das Unternehmen die Corona-Krise nutzt, um deutsche Arbeitsplätze mithilfe von deutschem Steuergeld abzubauen. Diese Entscheidung ist zugleich wirtschaftlich unsinnig und sozial verantwortungslos. Sie zerschlägt politisches Porzellan, das die TUI in der Krise noch dringend brauchen wird.

Dass die TUIfly mit ihren jetzigen Beschlüssen Druck aufbauen will, bevor überhaupt mit uns und anderen Arbeitnehmervertretern verhandelt wurde, ist darüber hinaus offensichtlich ein taktisches Manöver. Wir lassen uns davon nicht unter Druck setzen und werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen!"

Für die Vereinigung Cockpit ist klar, dass der TUI-Konzern sozialversicherungspflichtige und tarifierte deutsche Arbeitsplätze abbauen will, um sie künftig durch Subunternehmer zu ersetzen. Für das deutsche Personal ist diese Entscheidung ebenso unvermittelbar wie für die Kundinnen und Kunden, die vom Qualitätsanbieter TUI zurecht eine Qualitäts-Fluggesellschaft erwarten und nicht etwa Billigst-Anbieter aus dem Ausland.

Das Unternehmen handelt daher verantwortungslos gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, die unverschuldet und unsinnigerweise ihren Job verlieren. Sie sind nun nicht nur kurzfristig von Arbeitslosigkeit bedroht, viele werden es auch längerfristig schwer haben, bei der schwierigen Arbeitsmarktsituation wieder einen Einstieg zu finden. Die Vereinigung Cockpit hatte sich bis zuletzt dafür eingesetzt, dass der Aufsichtsrat die Pläne des Vorstands stoppt.



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