Vereinigung Cockpit erklärt Ryanair-Verhandlungen für gescheitert

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat in einem gestrigen Schreiben gegenüber Ryanair die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt.

Nach Warnstreiks im vergangenen Dezember hat das Management Tarifverhandlungen mit der VC aufgenommen, die aber bislang ergebnislos geblieben sind.

„Ryanair weigert sich, akzeptable Kompromisse über die Arbeits- und Vergütungsbedingungen ihres Cockpitpersonals in Deutschland zu schließen. Die bisherige Unternehmenspraxis, Beschäftigungsbedingungen einseitig zu oktroyieren, ist vorbei. Das ist dem Management aber offenbar noch nicht klar“, stellt der Vorsitzende Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, Ingolf Schumacher, fest.

In den nächsten Tagen wird beim deutschen Ryanair-Cockpitpersonal eine Urabstimmung eingeleitet, bei der über Streiks beim irischen Luftfahrtunternehmen entschieden wird. 

„Die VC hat ein halbes Jahr Zeit für Lösungen gelassen und damit große Geduld gegenüber Ryanair bewiesen. Damit ist nun Schluss“, so Schumacher weiter.

Die Abstimmung wird bis Ende Juli laufen. Die VC steht dem Unternehmen in diesem Zeitraum zu Sondierungsgesprächen zur Verfügung, um ggf. doch noch einen Wiedereinstieg in Verhandlungen über marktgerechte Arbeits- und Vergütungsbedingungen zu erreichen. In der Forderungslage orientiert sich die VC insbesondere am deutschen Wettbewerber TUIfly, der wie Ryanair über eine Flotte von Boeing 737-Flugzeugen verfügt.