Vereinigung Cockpit setzt sich für staatliche Anerkennung des Pilotenberufs ein

Die Vereinigung Cockpit (VC) setzt sich dafür ein, dass das Berufsbild Verkehrsflugzeugführer von offizieller Seite in Deutschland endlich anerkannt wird. Der berufspolitische Verband der Pilotinnen und Piloten begründet dies mit der jahrelangen Ausbildung, den permanenten Weiterbildungen sowie der großen Führungsverantwortung. Das Berufsbild sollte deshalb möglichst bald von staatlicher Seite anerkannt werden.

Bislang betrachten die meisten deutschen Behörden Pilotinnen und Piloten bei offiziellen Amtsvorgängen als angelernte Arbeitskräfte mit einer Lizenz ähnlich eines Fahrerausweises für Flurförderzeuge (Gabelstablerschein). Dass dies den spezialisierten Fachkräften im Cockpit in keinster Weise gerecht wird, liegt auf der Hand. Deutschland muss deshalb endlich den Beispielen vieler anderer europäischer Länder wie Frankreich und Spanien folgen, in denen "Pilotin" bzw. "Pilot" längst ein offizieller Beruf ist.

"Die deutschen Pilotinnen und Piloten haben es verdient, dass ihr Beruf endlich auch von staatlicher Seite vollständig anerkannt wird", sagt Janis Schmitt, Sprecher der Vereinigung Cockpit. "Wir sind hochqualifizierte Fachkräfte, die in einem komplexen Umfeld mit großer Verantwortung für Menschen und Technik arbeiten. Die offizielle Anerkennung wäre daher absolut angemessen und sollte nun zügig und analog zu unseren europäischen Nachbarn umgesetzt werden. Wir gehen fest davon aus, dass unser Anliegen auch von politischer Seite große Unterstützung bekommt."

Die fehlende staatliche Anerkennung führt nicht nur regelmäßig zu Benachteiligungen bei Amtsvorgängen, beispielsweise wenn es um die Gewährung staatlicher Leistungen wie den Zugriff auf Weiterbildungen und Umschulungen in der Arbeitslosigkeit geht. Sie verursacht darüber hinaus auch Ungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, weil Pilotinnen und Piloten bei vielen Auswahlprozessen durchs Raster fallen. Das wird gerade jetzt in der Corona-Krise überdeutlich.

Die Pilotengemeinschaft hat in den zurückliegenden Monaten zahlreiche Entlassungen und immer weiter zunehmende Unsicherheit über die berufliche und private Zukunft hinnehmen müssen. Für einige bleibt aufgrund der teils sehr schlechten Aussichten leider nur der Weg der beruflichen Neuorientierung. Damit diese Kolleginnen und Kollegen bei der Agentur für Arbeit künftig zumindest volle Ansprüche auf Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen haben, müssen die zuständigen Stellen nun schnell handeln und "Pilotin" und "Pilot" zu einem offiziellen Beruf machen.


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