Vereinigung Cockpit sieht weiterhin keine Notwendigkeit für Gründung der City Airlines

Mit Unverständnis haben wir die Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Group AG, Carsten Spohr im Bezug auf die Lufthansa Cityline GmbH auf Airliners.de am Anfang der Woche zur Kenntnis genommen. Herr Spohr ließ dort sinngemäß verlauten, dass die Entscheidung zur Abwicklung der Lufthansa Cityline darauf beruhe, dass größere Flugzeuge mit mehr als 95 Sitzen aufgrund einer Tarifbeschränkung mit der deutschen Pilotengewerkschaft in Zukunft nicht eingesetzt werden könnten.

Diese Aussage ist im Hinblick auf die mit der Vereinigung Cockpit bestehenden Vereinbarungen stark verkürzt und sinnentstellend. Herr Spohr lässt dabei außen vor, dass die Vereinigung Cockpit mehrfach angeboten hat, die sog. „95-Sitze“-Regelung, auf welche er Bezug nimmt, anzupassen, um einen Fortbestand der Lufthansa Cityline zu ermöglichen. Insofern hätte es der nunmehr von Seiten des Lufthansa-Konzerns in Angriff genommenen Abwicklung der Lufthansa Cityline und der vermeintlichen Umgehung der bestehenden tariflichen Regelung durch die Neugründung der Lufthansa City Airlines, nicht bedurft.

Im Übrigen ist auch diesbezüglich äußerst zweifelhaft, ob und inwiefern der Betrieb der Neugründung unter der Marke Lufthansa City Airlines in Zukunft in Ansehung der bestehenden tariflichen Vereinbarungen überhaupt zulässig ist. „Die Lufthansa hat einige Baustellen im Konzern, angefangen beim nicht wirklich geglückten Ramp-Up nach Corona bis hin zu Nachwuchsproblemen in den Flugschulen. Wichtig ist jetzt, dass eine weitere wachsende Verunsicherung der Kollegen bei Lufthansa Cityline vermieden wird“, so Dr. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, „gerne steht die Vereinigung Cockpit weiterhin für konstruktive und ergebnisoffene Gespräche zur Schaffung einer Perspektive für die Kollegen bei Lufthansa Cityline zur Verfügung“. 

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