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Am ersten Streiktag sind von den ursprünglich von der Lufthansa geplanten 800 Flügen knapp 80 Prozent ausgefallen – mit über 600 Ausfällen damit mehr als doppelt so viele wie von uns prognostiziert.
„Wir bedanken uns ausdrücklich für die große Unterstützung und Geschlossenheit der Kolleginnen und Kollegen. Dieses Signal ist stark – nach innen wie nach außen“, sagt Katharina Dieseldorff, Vizepräsidentin der Vereinigung Cockpit.
Bis 12 Uhr heute lag weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite zur bAV vor.
„Zwischen unseren Forderungen zur bAV und einem Nullangebot liegt ein großer Verhandlungsspielraum. Unsere Türen stehen jederzeit offen. Leider nutzt die Arbeitgeberseite diesen Spielraum bislang nicht und hat noch nicht einmal ein Minimalangebot vorgelegt“, so Dieseldorff weiter.
Unterschiedliche Angaben zur Zahl der ausgefallenen Flüge erklärt die Vereinigung Cockpit mit taktischen Gründen und Schönfärberei. „Die Lufthansa hat natürlich ein Interesse daran, ihre Zahlen möglichst positiv darzustellen und damit zu suggerieren, der Streik sei weniger wirksam. Unsere Zahlen zeigen jedoch sehr deutlich, dass die Beteiligung sehr hoch ist.“
Darüber hinaus kritisiert die Vereinigung Cockpit den Umgang des Unternehmens mit den streikenden Pilotinnen und Piloten. „Wir möchten die die Arbeitgeberseite ausdrücklich auffordern, die Pilotinnen und Piloten nicht mit fadenscheinigen Begründungen unter Druck zu setzen. Ein solcher Umgang trägt nicht zur Lösung des Konflikts bei“, so die Vizepräsidentin abschließend.
* Bestreikte werden Flüge, die aus Deutschland starten. Rückkehrende Flüge aus dem Ausland sind davon nicht betroffen. Rückführungsflüge aus aktuellen Krisengebieten im Nahen Osten sind ebenfalls von den Streikmaßnahmen ausgenommen.