Heute Start der Urabstimmung bei Lufthansa-Piloten

Die Vereinigung Cockpit (VC), der Berufsverband der Verkehrspiloten in Deutschland, leitet heute am 15. Januar die Urabstimmung für den Lufthansa Konzern ein. Rund 4.500 Piloten bei Lufthansa (LH), Lufthansa Cargo (LCAG) und Germanwings (GWI) sind aufgerufen bis zum 17. Februar ihr Votum für eventuelle Arbeitskampfmaßnahmen abzugeben. „Wir rechnen mit einer breiten Zustimmung zur Verhandlungsposition der Tarifkommission“, erklärt die VC. 70 Prozent Zustimmung der VC-Mitglieder sind notwendig, damit es im Anschluss zu unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen kommen kann. Die Verhandlungen waren im Dezember 2009 für gescheitert erklärt worden.

„Die Tarifkommission hat sich lange bemüht mit Augenmaß und konstruktiv mit dem Lufthansa-Management zu vernünftigen Vereinbarungen zu kommen. Die Lufthansa war jedoch nicht bereit eine Zusicherung zu den deutschen Arbeitsplätzen zu geben. Es darf nicht zu einer Ersetzung der deutschen Arbeitsplätze durch die LH-Auslandstöchter kommen“, erläutert die VC. Im Gegenzug wären die Piloten bereit gewesen, so die VC, auch auf Lohnforderungen zu verzichten und Zugeständnisse im Rahmen von „CLIMB 2011“ zu machen.

Der Vergütungstarifvertrag (VTV) wurde fristgerecht zum 31.03.2009 von der VC gekündigt. Seit Mitte Mai 2009 hatten immer wieder Verhandlungen stattgefunden, in denen der VC kein Angebot von der Lufthansa-Geschäftsleitung unterbreitet wurde. Bereits im März 2006 war der heute seit sieben Jahren gültige Manteltarifvertrag (MTV), der die Arbeitsbedingungen regelt, gekündigt worden. Hierzu hatte die Lufthansa-Geschäftsleitung laut Pilotenvereinigung bis zum Scheitern der Gespräche im Dezember 2009 jegliche Verhandlungen verweigert. Die VC hatte auch zum MTV die Bereitschaft signalisiert, die Forderungen zu reduzieren.


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